In Berlin sollen zwei aus Afghanistan stammende Männer (22 + 25) ihre ältere Schwester ermordet haben. Die Ermittler gehen derzeit von einem so genannten “Ehrenmord” aus. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte dies. Im Haftbefehl stellte ein Richter fest, dass den beiden Brüdern der Lebensstil der Schwester nicht gefiehl und sie sich deshalb in ihrer Ehre gekränkt sahen.

Den beiden wird vorgeworfen ihre Schwester am 13. Juli ermordet und die Leiche in einem Koffer mit der Deutschen Bahn nach Bayern befördert zu haben. Dort hat einer der beiden seinen Wohnsitz. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde die Leiche von beiden in Neuburg an der Donau vergraben.

Bereits 2005 gab es in Berlin einen Ehrenmord, der bundesweit für Aufsehen sorgte. Die damals 23-jährige Hatun Sürücüs wurde in Temeplhof von ihrem jüngsten Bruder mit drei Kopfschüssen getötet. Grund hierfür war, dass das spätere Opfer sich aus der Ehe mit ihrem Cousin lösen wollte.

Immer wieder sorgen so genannte “Ehrenmorde” für großes Aufsehen und Diskussionen. Sinnbildlich stehen sie für gescheiterte Integration und den nicht vorhandenen Willen der Einwanderer sich an die Regeln, Normen und Sitten der Einwanderungsländer zu halten.

Innerhalb der Einwandererfamilien werden die “Ehrenmörder” wie Helden gefeiert, da sie die Ehre der Familie wieder hergestellt haben. Meist handelt es sich um männliche Täter aus islamisch geprägten Ländern. Eine Studie des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht aus dem Jahr 2011 ergab, dass fast alle Ehrenmorde in Deutschland von im Ausland geborenen Tätern verübt wurden (91%).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.