Angela Merkel betont, sie möchte so viele Ortskräfte wie möglich aus Afghanistan ausfliegen. Putin fordert eine realistische Einschätzung der Lage in Afghanistan. 

Der russische Präsident Wladimir Putin verlautet nach dem heutigen Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Moskau, dass die Realität in Afghanistan akzeptiert werden muss. Zu dieser Realität gehört, dass der 20 jährige Auslandseinsatz der westlichen Staaten keinerlei nachhaltige Erfolge in Afghanistan mit sich brachte. Ebenso zur Wahrheit gehört es, dass die radikal-islamistische Taliban die Macht in Afghanistan mittlerweile übernommen hat. Der Großteil des Landes wurde mittlerweile durch die Taliban eingenommen.

Zusätzlich kritisierte Putin deutlich, dass es nicht korrekt gewesen ist, den Menschen in Afghanistan eine bestimmte Ordnung aufzuzwingen. 

Über Afghanistans Ländergrenzen hinaus hat der russische Präsident zur Taliban eine klare Meinung: “Es sei von zentraler Bedeutung, dass die Taliban nicht über die Grenzen ihres Landes hinwegschreiten”. Putin hofft im Umgang mit der Taliban außerdem auf ein international abgestimmtes Vorgehen.

Der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merken ging es nach dem Treffen vor allem um eines: laut ihr sollen umgehend so viele Menschen wie möglich aus Afghanistan ausgeflogen werden. Deutschland wird hierfür das möglichste in Gang setzen. Sie fleht bei Russlands Präsidenten außerdem um dessen Einflussnahme. Er soll seine Möglichkeiten in Gesprächen mit der Taliban ausspielen, sodass möglichst viele Afghanen ausgeflogen werden können. 

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