Seit Monaten prägen die Demonstrationen, welche auf die katastrophale Corona-Politik der Regierung aufmerksam machen, viele Stadtbilder der Bundesrepublik. An manchen Montagabenden machten allein im badischen Pforzheim bis zu 8.000 Bürgerinnen und Bürger lautstark auf die verfehlten Corona-Maßnahmen aufmerksam. Seit einigen Wochen werden die Proteste jedoch stetig kleiner und viele fragen sich nun, ob die Widerstandsbewegung ein Ende gefunden hat.

Vor dem Jahreswechsel bekamen die Proteste, parallel zur Impfpflichtdebatte, massiven Zulauf. Städte wie Reutlingen und Pforzheim zählten zu den Hochburgen der Widerstandsbewegung. Allein in Pforzheim fanden sich teilweise bis zu 8.000 Bürgerinnen und Bürger Montagsabends in der Innenstadt ein, um ihrem Unmut über die vollkommen verfehlte und abgehobene Corona-Politik Ausdruck zu verleihen. Doch seit einigen Wochen flachen die Proteste ab und viele sind besorgt, dass die Widerstandsbewegung keine Zukunft mehr hat.

Erfolge der Protestbewegung

Die Proteste begannen maßgeblich in Sachsen. Die neu gegründete Partei der “Freien Sachsen” leistete von Anfang an hervorragende Oppositions- und Vernetzungsarbeit und konnte innerhalb kürzester Zeit den landesweiten Protest unter eine Flagge bringen. Der Erfolg führte zu immer größer werdenden Protesten, welche sich schließlich auf die gesamte Bundesrepublik ausbreiteten.

Monatelang dominierten die Proteste die Städte und Gemeinden der Republik. Auch die Mainstream-Presse und die Politik konnten die Proteste nicht länger ignorieren. Trotz üblicher bundesrepublikanischer Medien-Hetzkampagnen, oder vielleicht gerade deswegen, erstarkten die Proteste immer mehr. Die Menschen erkannten ihre Macht, was letztendlich dazu geführt hat, dass sich die Regierenden erst einmal nicht mehr an die allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren trauen.

Der Straßenprotest hat somit eindeutige Gewinne zu verbuchen. Doch nun nehmen die Teilnehmerzahlen von Woche zu Woche ab, ist das Ende des Protestes bereits erreicht?

Mögliche Gründe für das Abflachen der Teilnehmerzahlen

Dass die Teilnehmerzahlen irgendwann rückläufig werden, war klar. Das Erwarten eines ewigen Wachstumes der Proteste ist Realitätsfern und die allermeisten Menschen haben nicht die Ausdauer, über mehrere Monate, teils drei Mal die Woche, auf die Straße zu gehen. Die Abnahme der Protestbewegung hat hierbei sicherlich mehrere Gründe.

Das Wetter wird besser und viele nutzen eventuell ihren wohl verdienten Feierabend, um noch einmal ins Freie zu kommen. Andere haben die Proteste mehrere Wochen hintereinander besucht und sind möglicherweise schlicht Protestgesättigt. Wiederum andere ruhen sich vielleicht auf dem Teilerfolg der Abschaffung der Maskenpflicht und der aufgeschobenen allgemeinen Impfpflicht ab 18 Jahren aus. Der Krieg in der Ukraine überschattet die Corona-Debatte zusätzlich.

Das Kleinerwerden der Proteste kann also vielerlei Gründe haben, doch ist das nun die Niederlage wie viele befürchten?

Proteste in Pforzheim werden seit fast zwei Jahren organisiert

Schauen wir ein Mal genauer auf die “Widerstandshochburg” Pforzheim. Was viele Teilnehmer der Pforzheimer Demonstrationen nicht im Blick haben ist, dass die Proteste in der Goldstadt bereits seit fast zwei Jahren organisiert werden. Das Verschweigen der Proteste durch die Medien sorgte dafür, dass viele Pforzheimer von den Demonstrationen kaum etwas mitbekamen. Dementsprechend klein waren die Veranstaltungen monatelang. Mundpropaganda, Messenger wie Telegram und das Zuspitzen in der Impfpflichtdebatte sorgten letztendlich jedoch dafür, dass immer mehr Menschen auf die Demonstrationen und Kundgebungen aufmerksam wurden und die Teilnehmerzahlen stark anstiegen.

Dass die Proteste vorerst jedoch weiter schrumpfen, darf nicht fehlinterpretiert werden. Die Menschen sind weder eingeknickt, noch haben sie ihre Meinung im wesentlichen geändert. Oben genannte Gründe waren weit im Voraus absehbar und werden in naher Zukunft vermutlich weiter dafür sorgen, dass die Proteste immer kleiner werden – vorausgesetzt die Maßnahmen und die allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren bleiben vorerst aus.

Umso wichtiger ist es jetzt, sich nicht von sinkenden Teilnehmerzahlen verunsichern zu lassen. Die Erfolge der Protestbewegung sind klar zu erkennen und die Impfpflicht ist noch lange nicht vom Tisch!

Die allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren ist lediglich aufgeschoben, Pflegepersonal wird abgestraft und eine Impfpflicht ab 50 oder 60 Jahren ist ebenso wenig akzeptierbar wie eine allgemeine ab 18 Jahren.

Die Gesellschaft muss weiterhin mit den Betroffenen solidarisch sein, denn klar ist, dass eine Teilimpfpflicht immer das Risiko auf ein Ausweiten auf eine allgemeine Impfpflicht birgt. Spätestens im Herbst könnte die Debatte mit einer neuen Variante des Corona-Virus erneut aufkommen und alles von vorne beginnen. Diese sogenannte “Salami Taktik” ist typisch für die Bundesrepublikanische Politik: Wird eine Entscheidung im Volk nicht angenommen, wird ein vermeintlicher Kompromiss vorgeschoben und Stück für Stück, bzw. Scheibe für Scheibe mit der Zeit abgeändert, bis letztendlich die ursprüngliche Entscheidung eben doch durchgesetzt wurde – nur dass die Menschen die Debatte, durch den lang gezogenen und teils durch Großereignisse, wie eine Fußball WM, überschatteten Prozess, aus den Augen verlieren. Dies könnte im Herbst mit der allgemeinen Impfpflicht ab 18 Jahren passieren.

Sogenannte “Salami Taktik” anhand des Beispiels der Impfpflichtdebatte.

Daher dürfen die Proteste gerade jetzt, trotz deutlicher Teilerfolge, nicht nachgeben. Davon abgesehen, dass es bei den Protesten um so viel mehr wie das Verhindern der Impfpflicht geht, beispielsweise von besseren Löhnen und Arbeitsbedingungen für Pflegepersonal, heißt es jetzt den längeren Atem zu beweisen.

An dieser Stelle wollen wir als Redaktion auf die hervorragende Ausdauer der Pforzheimer Organisatoren aufmerksam machen. Diese haben den Protest monatelang trotz geringer Teilnehmerzahlen am Leben gehalten. Ohne diese Ausdauer und Disziplin wäre ein derartiges Aufflammen der Proteste um die Jahreswende nicht möglich gewesen. Gleichzeitig gilt es die selbe Ausdauer im kommenden Sommer aufzubringen, dass die Proteste bei Bedarf im Herbst erneut Aufflammen können. Denn nur dadurch, dass die Organisatoren die Glut der Protestbewegung am Glühen gehalten haben, war ein Aufflammen im letzten Herbst überhaupt möglich. Man darf sich also nicht an Teilnehmerzahlen aufhängen, sondern muss die Glut lebendig halten, dass der Widerstand überleben kann.

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