Bankkunden haben es nicht leicht in Deutschland. Immer höhere Gebühren, immer weniger Service, Strafzinsen und schließende Filialen. Schon längst ist der Weg geebnet, dass die Kunden ihre Bankgeschäfte hauptsächlich online abwickeln. Die Deutsche Bank möchte zusätzlich jetzt noch die Bargeldausgabe stark einschränken.

Der Manager der Deutschen Bank Lars Stoy kündigte an “in Zukunft möchte ich kein Bargeld mehr in den Filialen anbieten, denn das Vorhalten von Bargeld verursacht Kosten”. Diese Aussage wurde Ende Mai getätigt, wurde aber erst jetzt öffentlich. Die Bargeldausgabe soll nur noch an Geldautomaten stattfinden, nicht mehr am Bankschalter. Nur noch in großen Bankzentren soll dieser Service weiterhin angeboten werden.

Einen Startschuss und einen detailierten Plan welche Filialen betroffen sind gibt es allerdings noch nicht. Kritiker sehen hier ein Vortasten, was bereits im Bereich des Möglichen ist um weitere Kosten für die Bankhäuser zu vermeiden. Verbraucherschützer sehen klare “Rückschritte für Verbraucher”. Gerade ältere Verbraucher, die weder über Online Banking noch über ausreichende Kenntnisse zur Bedienung einer Geldautomaten verfügen, bleiben auf der Strecke.

Zudem wurde noch einmal verdeutlicht, dass eine Beschränkung des Bargeldes nicht im Sinne der Verbraucher liegt. Zuletzt gab es deutschlandweit Probleme mit der Zahlung an EC Kartenterminals. Zahlungen waren nur noch in bar möglich. Die Störung dauerte teilweise mehrere Tage und stellte Verbraucher und Anbieter vor große Probleme und Herausforderungen. Der tatsächliche Wert von Bargeld wurde hier erst vielen wieder richtig ins Gedächtnis gerufen.

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