Während die Coronapandemie unseren Alltag zumindest für einen Augenblick stillgelegt und entschleunigt hat, in vielerlei Hinsicht drastische Eingriffe des Lebens unsere Bevölkerung oft auch zum Negativen veränderte, so gab es etliche Vorteile für die Umwelt. Auf einmal fuhren in den Städten wenige Autos aufgrund von Home-Office im Arbeitsleben, niemand ging mehr auf Reisen, somit fielen Flüge flach – in der Geschäftswelt als auch im Privaten.

All diese Bereiche sind verantwortlich für eine hohe Umweltbelastung, Feinstaubkonzentration und Stickoxide. Auch in der Industrie gab es weltweit Rückläufe. Zu Lasten der Arbeitsplätze, aber zum Genuss der Umwelt. Die ESA und NASA dokumentierte über Umweltsatelliten eine Luftverbesserung in Italien und China im Vergleich vor und während der anfänglichen Coronazeit – ein deutlicher Rückgang ist sichtbar. In China wurde ein Rückgang der Feinstaubmessung von bis zu 30% gemessen. Bis zu 25 Millionen Tonnen schädlicher Gase wurden im Frühjahr produziert, wie die Initiative Agora Energiewende in den Raum wirft


Doch was wird bleiben? Das Klimaschutzziel 2020 konnte Deutschland aufgrund der Pandemiebeschränkungen und ihrer umweltpolitischen Folgen erreichen. Doch bringt das überhaupt etwas? Experten warnen sogar vor einem Rückschlag. Die vorangegangene Wirtschaftskrisen hatten bislang ebenfalls nur kurzfristig Erfolge gebracht. Das Bundesamt für Umwelt stellt klar: “Das derzeitige Spektrum der europäischen Politikmaßnahmen bildet eine wesentliche Grundlage für künftige Fortschritte, reicht aber nicht aus.” Es stellt sich die Frage, ob mit der derzeitigen Herangehensweise überhaupt wesentliche Verbesserungen erreicht werden können oder ob wir nicht ein Umdenken in den Bereichen Konsum und Produktion benötigen, um jemals dauerhafte Veränderungen zu erreichen.


Auch wenn Deutschland dieses Jahr sein Klimaschutzziel, die Reduktion des Ausstoßes um 40%, erreichte, ist dies selbstredend kein Verdienst, den sich die aktuelle Regierung auf die Fahnen schreiben kann.

Viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte wurde alles auf die lange Bank geschoben, ausgesessen und vertagt. Schon längst hätten die beschlossenen Steigerungen erneuerbarer Energien im Verkehrssektor vorangetrieben, Solarpflichten eingeführt oder Massentierhaltung abgeschafft werden können. Doch letztendlich bleiben die meisten Maßnahmen “freiwillige und unverbindliche Vereinbarungen mit Kommunen und Unternehmen” so die BUND Geschäftsführerin zum neuen Klimaschutzgesetz in Baden Württemberg das Ende 2020 verabschiedet wurde und nicht nur viele Umweltschützer verärgerte. Zur Veränderung der Automobilindustrie gibt es zum Beispiel wieder keine klare Vorgehensweise und erst recht keinen konkrete Maßnahmen zum Ausstieg. So sei zum Ende festgehalten, dass diese wischi-waschi-Politik uns und unserer Umwelt schon bald große Sorgen bereiten wird, denn einmal zerstört gibt es für unsere Erde kein Zurück mehr.

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