Mitglieder der Partei “Die Linke” wollen Sahra Wagenknecht die Parteimitgliedschaft entziehen. Sahra Wagenknecht kann mit Sicherheit als ein Aushängeschild der Partei “Die Linke” bezeichnet werden. Sie vertritt unabhängig und sachkundig ihre Position und setzt sich für sozial Benachteiligte ein. Damit verdiente sie sich parteiübergreifende Anerkennung. 

Das schützt sie jedoch nicht vor lauthalsen Forderungen aus ihrer eigenen Partei, sie aus ebendieser auszuschließen. Eine der Ursachen dürfte wohl sein, dass sie mit ihrem neuen Buch “Die Selbstgerechten” der linken, urbanen Elite den Spiegel vorhält.

Hier wirft sie beispielsweise eben dieser “Elite” vor:

Sie interessiert sich nicht mehr für politische Konzepte, die beispielsweise den sozialen Zusammenhalt der Bevölkerungsmehrheit fördern oder Chancengerechtigkeit (z.B. durch Bildung), sondern für Gendersternchen und ihre korrekte Anwendung. 

Soviel Unabhängigkeit und praktisches Denken, das sich an der Lebenswirklichkeit der Mehrheit orientiert, ist offenbar nicht mehr gefragt und in dieser Partei anscheinend nicht mehr salonfähig.

Die Vielfalt, präziser die Meinungsvielfalt, hat hier wohl einen schweren Stand. Problematisch ist in diesem Zusammenhang der Standpunkt des Parteivorstandes der Partei “Die Linke”. 

So berichtet die Frankfurter Rundschau, dass der Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler die Entscheidung des Parteivorstandes verkündete, der dieses Vorhaben nicht unterstützt.

Begründet wird dies damit, dass in Wahlkampfzeiten die Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner Vorrang hat. Wie es nach der Bundestagswahl mit der Causa “Wagenknecht” weitergeht ist damit offen.

Dem Wähler wird damit kein reiner Wein eingeschenkt.

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