Auch vor jahrhundertealter Kunst macht die politische Korrektheit keinen halt. In Dresden wurden in staatlichen Museen 143 Kunstwerke umbenannt. Aus “Zigeunerin” wird “Frau mit Kopftuch”, den “Zwerg” nennt man nun “Kleinwüchsigen”.

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich Dresden zur angesagten Kunstmetropole. Der Dresdner Zwinger oder das Grüne Gewölbe locken auch heute noch Millionen Kunstliebhaber in die sächsische Großstadt Dresden. 

Seit vergangenem Jahr haben es sich einige Mitarbeiter der “Staatlichen Kunstsammlungen Dresden” zur Aufgabe gemacht, die Titel aller in Dresden ausgestellter Kunstwerke auf politische Korrektheit zu überprüfen.

Auf eine Anfrage der lokalen AfD antwortete nun das sächsische Ministerium. Es wurde bei mittlerweile 143 Kunstwerken die Titel für rassistisch oder diskriminierend befunden. Aus diesem Grund wurden diese Kunstwerke allesamt umbenannt. 

Die Namensänderung ziehen ein riesiges Chaos nach sich. In Verzeichnissen ist es nun nahezu unmöglich alphabetisch die Kunstwerke ausfindig zu machen. Aus dem Gemälde “Hund, Zwerg und Knabe” wurde “Hund, kleinwüchsiger Mann und Junge”. Die weltberühmte Bronzestatue “Schwarze Venus” heißt nun nur noch “Afrikanerin mit Spiegel”. Ebenso wurden Worte wie Zigeuner, Eskimo oder Eingeborener ausgetauscht. 

Die Behörde ist mit ihrer Arbeit jedoch erst am Anfang. Insgesamt weit über eine Millionen Exemplare sollen überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Neben der AfD beschweren sich vor allem Historiker lautstark über das aktuelle Vorgehen. Es ist mittlerweile von “linker Bilderstürmerei” die Rede. 

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