Die Bundeswehr ist seit einigen Jahren immer wieder im Fokus der Öffentlichkeit. Erfreuliche Nachrichten sucht man dabei vergebens, Kritik findet man hingegen umso mehr. Es mangelt an Ausrüstung, funktionierenden Fahrzeugen und einer kompetenten Führung – an Geld und Genderideologie mangelt es jedoch nicht. Aus diesem Grund häufen sich die Fragen, was mit dem durchaus hohen Verteidigungsetat der Bundeswehr passiert.

Nach kurzer Recherche stellt man überraschenderweise sehr schnell fest, dass die Bundesrepublik Deutschland mit ihren Militärausgaben für die Bundeswehr im weltweiten Vergleich auf Platz sieben steht. Die USA gaben im Jahr 2020 erstaunliche runde 780 Milliarden (Mrd.) Dollar für ihr Militär aus. Mit deutlichem Abstand folgt China mit runden 250 Mrd. Dollar. Auf Platz drei folgt Indien mit rund 73 Mrd. Dollar. Die weiteren Plätze befinden sich in einem vergleichbaren Etatbereich. Russland belegt mit rund 62 Mrd. Dollar Platz vier, Großbritannien mit runden 59 Mrd. Dollar Platz 5, Saudi Arabien mit 58 Mrd. Platz 6 und Deutschland mit in etwa 53 Mrd. Platz sieben.

Doch was soll die Aufzählung und der Vergleich? Betrachtet man die Zahlen etwas genauer, fällt direkt auf, dass Platz vier bis sieben relativ nah beieinander liegen und die Bundesrepublik Deutschland damit zu den Ländern mit den weltweit höchsten Militärausgaben zählt. Betrachtet man den Zustand der Truppe, muss man sich zwangsläufig die Frage stellen, was mit dem ganzen Geld in der Bundeswehr gemacht wird. Schließlich befinden sich vergleichbare Truppen wie die British Armed Forces in keinem vergleichbar desolaten Zustand.

Dass gerade die Grünen, welche sich sonst streng pazifistisch und antimilitaristisch geben, nun mitbeschlossen haben, weitere 100 Mrd. Euro für die Bundeswehr bereit zu stellen ist eine andere Debatte. Genauso woher diese 100 Mrd. Euro auf einmal herkommen und wieso diese bisher nicht für andere wichtige Bereiche, wie faire Löhne im Pflegesektor, bereitgestellt werden konnten. Mit Blick auf die finanzielle Fragestellung muss man sich jedoch fragen, was weitere Milliarden in der Truppe ändern sollen, wenn der bisherige, durchaus anschauliche Etat, nicht ausgereicht hat, die Bundeswehr auch nur annähernd aus ihrem desolaten Zustand zu holen.

So bleibt am Ende nur die leichte Hoffnung darauf, dass der Etat wenigstens dazu führt, dass die Bundeswehr endlich wieder zu einer wehrhaften Truppe wird und das Geld nicht wieder in schwangerengerechte Panzer, Umstandsuniformen und Genderideologie mündet.

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