Als Triage wird in der Medizin eine Methode bezeichnet, nach der in Notlagen oder Pandemien ausgewählt wird, wer zuerst versorgt wird. Dabei kann zum Beispiel die Überlebenschance eine Rolle spielen.“, so die Definition unter tagesschau.de. Was zunächst einmal sehr logisch klingt, wird derzeit vom Bundesverfassungsgericht kritisiert.

Die Begründung lautet, dass der Gesetzgeber verfassungswidrig handle, da er für Menschen mit Behinderung keine Sicherstellung der medizinischen Versorgung angesetzt habe. Es werden sogar Vergleiche zum dritten Reich gezogen, mit der Anmerkung, dass auch dort die Menschen mit Behinderung nicht ausreichend versorgt wurden. Auch der Ethikrat hatte sich bereits Anfang des Jahres in das Thema Triage eingebracht, mit dem Aufruf niemanden die gesundheitliche Versorgung aufgrund von Alter, Krankheit oder Klassifizierung zu untersagen.

Auch wenn, der derzeitigen Intensivbettenbelegung nach zu urteilen, der Fall einer Triage noch weit entfernt ist, hat dieses Vorgehen durchaus seine berechtigte Frage in der Medizin. Wer entscheidet welche Personen zuerst behandelt werden. Liegt die Aufsicht hier bei den Ärzten oder den Richtern oder dem Gesetzgeber?

Diese Antwort wird sicher in den nächsten Wochen noch heiß diskutiert werden. Umso interessanter, dass das Bundesverfassungsgericht die Triage als rechtswidrig einstuft, gleichzeitig jedoch Krankenkassen eine Klassifizierung vornehmen wollen – zwischen Geimpften und Ungeimpften Personen. Wie dies zusammenpasst, wird in Zukunft sicher ebenfalls vom Bundesverfassungsgericht geklärt werden müssen.

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