Zur neuen Wahl des Bundestages ist ein Streit über die Sitzordnung entbrannt. Weder die CDU noch die FDP wollen rechts von der Mitte sitzen.

Als einer der Gründe wird hier die Sitznähe zur AfD aufgeführt. Derjenige, der rechts der Mitte sitzen würde, säße direkt neben den AfD Mitgliedern. Und dies, so FDP Abgeordneter Frank Sitta, war bereits in den letzten vier Jahren eine “sehr unschöne Zeit” , so beschrieb er den Zustand gegenüber der Tagesschau.

Doch auch die CDU möchte keinesfalls die Sitzplätze rechts der Mitte einnehmen. Sie begründet dies mit der Außenseiterposition als Oppositionspartei. Möglicherweise hat auch die CDU hier Angst an den rechten Rand gedrängt zu werden. Albrecht von Lucke fasste dies wie folgt zusammen: “auch die SPD hat ein Interesse daran, die CDU/CSU an den rechten Rand zu drücken. Die Nähe zur AfD hat eine toxische Qualität.” [Zitat: “Blätter für deutsche und internationale Politik”].

Hier wird sehr deutlich, dass sich die Parteien völlig unabhängig von ihrer Programmatik versuchen weiter links auszurichten, nur um nicht in die rechte Richtung eingeordnet zu werden. Beide Parteien streiten darum wer “linker” oder weniger konservativ ist und ihren Platz in der Mitte finden darf.

Die Zuordnung im Parlament sollte jedoch nicht der Beweggrund für die Ausrichtung einer Partei sein. Die Situation macht deutlich, dass sich alle großen Parteien im Parlament maximal mittig einordnen und somit außer der AfD keine weitere patriotisch orientierte Partei im Bundestag sitzt. Wer somit eine Art “alte CDU/CSU” wählen möchte, hat aktuell keine Möglichkeit auf eine Partei, die seine Interessen vertritt.

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