Seit Tagen herrscht das absolute Chaos in den Niederlanden: leere Regale in den Supermärkten, Gülle auf den Straßen und vor der Türe der Umweltministerin aber auch Staus, welche das gesamte Land lahm legen. 

Grund dafür ist das neue Umweltgesetz, dass die Stickstoffemission bis 2030 drastisch reduzieren soll. Bis zu 50% soll die Stickstoffmenge sinken, allem voran in der Landwirtschaft, die als “größter Verursacher” betitelt wird. Dies hätte jedoch zur Folge, dass 30 % aller viehbetriebenen Landwirtschaften ihre Existenz verlieren würden.

Um sich in dieser ausweglosen Situation Gehör zu verschaffen, greifen die Bauern zu drastischen Maßnahmen, die an den logistischen Knotenpunkten wie Großhandelslager, Zoll und Flughäfen ansetzen. Hierbei werden durch kilometerlange Staus zufuhren verhindert. Dies stört die empfindlichen Lieferketten nachhaltig und zeigt sich bereits in den regionalen Einkaufsläden in Form von leeren Regalen.

Trotz der nachvollziehbaren Existenzängste der dortigen Bauern darf nicht unerwähnt bleiben, dass die gesamte Bevölkerung die Auswirkungen aktiv zu spüren bekommt. Des Weiteren ist die jetzige Situation nur die Ausführung eines seit langen beschlossenen EU Gesetzes zur Reduktion von Stickstoffbelastungen. 

Um aus dieser verzwickten Situation für beide Seiten sinnvoll herauszukommen finden nun nach tagelangen Protesten erste Gespräche zwischen den Landwirten und der Regierung statt. So haben eine Gruppe von 2500 Landwirten derweil einen zehn Punkteplan für ökologische Landwirtschaft vorgelegt. Anhand dessen finden die nun gestarteten Gespräche statt.

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