In Berlin werden Obdachlose aufgrund der 3G Regelung von den Bahnsteigen verbannt. Auch wenn die Entscheidung mit Blick auf die sinkenden Außentemperaturen hart ist, kennt der Berliner Senat keine Gnade.

Geimpft, genesen oder zumindest getestet. Wer keines dieser Merkmale vorweisen kann, darf in Berlin nicht mehr auf die Bahnsteige. Das trifft im kommenden Winter vor allem Obdachlose besonders hart, die sich vor der Kälte schützen wollen. Sollte eine Kontrolle feststellen, dass man die erforderlichen Anforderungen nicht erfüllt, muss man den Bahnsteig verlassen.

“Aus Gründen des Infektionsschutzes ist eine Ausnahmeregelung nicht erwünscht” heißt es aus der Berliner Sozialverwaltung. Auch für obdachlose Menschen könne keine Ausnahme gemacht werden.

Gerade Menschen in Not treffen die knallharten Corona Regeln besonders hart. Zwar sorgt das Land Berlin für Testangebote und möchte auch “in Kürze” einen Tagestreff eröffnen, jedoch dürften sich relativ wenige Personen aus dieser Gruppe darüber Gedanken machen bzw. sich täglich über die neuesten Verordnungen informieren.

Die rot-rot-grüne Regierung in Berlin vermarktet sich selbst gerne als tolerant, weltoffen und als Sprachrohr für die Armen und Schwachen. Scheinbar zählt das in der Corona Krise nicht mehr. Hier wird ein rigoroser Kurs gefahren, der keine Rücksicht auf die Ärmsten der Gesellschaft nimmt.

Wie viele Obdachlose es in Berlin gibt ist nicht genau erfasst. Schätzungen von Hilfsorganisationen gehen von bis zu 10.000 Personen aus, die vorsichtigste Schätzung beträgt immerhin noch 2.000. Auch diese Zahlen belegen die pseudosoziale Politik der verantwortlichen Politiker in Berlin.

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