Laut dem katholischen Caritasverband sind immer mehr psychische Folgen, die durch die Corona-Krise verursacht wurden, bei Kindern festzustellen. Mittlerweile zeigt jedes dritte Kind psychische Auffälligkeiten. 

Psychologen warnten schon im vergangenen Jahr vor den psychischen Spätfolgen für Kinder und Jugendliche. Laut dem Caritasverband zeigt jedes dritte Kind psychische Auffälligkeiten, welche durch die teils sehr einschneidenden Corona-Maßnahmen ausgelöst werden.

In den psychiatrischen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche werden immer mehr Fälle von Einsamkeit, Angst, Depressionen, Ess- und Schlafstörungen sowie Suizidalität behandelt. 

Eva Maria Welskop-Deffaa wurde in einem Interview deutlich: “Die jungen Menschen brauchen umgehend Hilfe. Unsere psychologischen Beratungsstellen für Kinder, Jugendliche und Eltern schlagen Alarm. Der tägliche Blick der Politik auf die Inzidenzzahlen verstellt gröblich den Blick auf die zweite Ebene der Corona-Gefahren. Längst sind neben den physischen Folgen einer Corona-Infektion die psychischen Folgen der Corona-Maßnahmen das drängendste Problem. Als Caritas weisen wir mit Nachdruck auf diese Entwicklung hin und auf die Notwendigkeit, entschlossen gegen zu steuern.”

Die Nachfrage für eine U25-Online-Suizidpräventionsberatung hat während des Lockdowns einen Zuwachs von 30 % zu verzeichnen. Laut einer Studie der Universität Hildesheim fühlen sich 61 Prozent junger Menschen zwischen 15 und 30 Jahren teilweise bis dauerhaft einsam. Dies führt auf lange Sicht immer häufiger zu Depressionen.

Laut der Caritas ist nun insbesondere die Politik und die Kirche gefordert. Neben der körperlichen Gesundheit dürfen soziale Aspekte und die psychischen Spätfolgen der Corona-Krise nicht vernachlässigt werden. 

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