Ein bereits wegen Missbrauchs vorbestrafter Kinderschänder wurde vom Landgericht Baden-Baden zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Bereits am ersten Prozesstag hatte der Mann die Taten eingeräumt.

Angeklagt und verurteilt wurde der 39 Jahre alte Mann wegen schweren sexuellen Missbrauchs, Verbreitung pornografischer Schriften und wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln. Er erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten.

Staatsanwalt forderte Haftstrafe

Die Staatsanwaltschaft forderte für den Angeklagten eine Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten. Seine Verteidigung bat um eine Bewährungsstrafe. Dieser Bitte kam das Gericht nach.

Die Opfer waren zwischen neun und fünfzehn Jahren alt. Die Taten geschahen in den Jahren 2018 und 2019. Der Täter war bereits im Jahr 2014 wegen Missbrauchs verurteilt worden. Es dauerte also gerade einmal vier Jahre bis er sich seine nächsten Opfer suchte.

In den sozialen Medien stoßen Urteile wie dieses hier immer wieder auf großes Unverständnis in der breiten Masse der Gesellschaft. “Während Steuerhinterzieher und GEZ Verweigerer mit Haftstrafen rechnen müssen, werden Vergewaltiger und Kinderschänder oftmals mit Bewährungsstrafen belegt” urteilte ein Nutzer bei Facebook.

Warum ein geständiger, einschlägig vorbestrafter Kinderschänder allerdings mit einer Bewährungsstrafe davon kommt müsste eine Gerichtssprecher der Bevölkerung wirklich einmal erklären. Die Eltern im Ortenaukreis dürften sich angesichts solcher Nachrichten besorgt um die eigenen Kinder zeigen.

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