In vielen US-Bundesstaaten wird es schwieriger eine Abtreibung durchführen zu lassen. Aufgrund dieser Gegebenheit müssen schwangere Frauen in andere Bundesstaaten reisen um dort ein Abtreibung durchzuführen. Amazon zahlt seinen Mitarbeiterinnen nun diese Abtreibungsreise.

Sollten Mitarbeiterinnen in einem Umkreis von 160 Kilometern um ihren Wohnort herum keinen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen können zahlt der Internet Gigant Amazon seinen Mitarbeiterinnen bis zu 4000 Dollar für Reise- und Hotelkosten. Das Ganze wird aus der betrieblichen Krankenversicherung bezahlt.

In vielen US Bundesstaaten wird der Zugang zu Abtreibungen immer weiter eingeschränkt, daher müssen viele Frauen längere Strecken auf sich nehmen, um in einen anderen Bundesstaat zu kommen, in dem noch lockere Regelungen gelten.

Die Abtreibungsraten in den USA gehen seit Jahren zurück. 2017 wurden knapp 860.000 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt. Einige Staaten, wie zum Beispiel Alabama, untersagen Abtreibungen mittlerweile komplett. Ärzten, die den Eingriff trotzdem durchführen, droht lebenslange Haft.

Zum Vergleich: In der Bundesrepublik Deutschland wurden im letzten Jahr knapp 100.000 Kinder abgetrieben.

Warum der Onlinehändler Amazon diese Kosten übernimmt ist bislang unklar. Manche vermuten dahinter betriebswirtschaftliche Gründe. Die einmalige Zahlung von bis zu 4.000 Dollar dürfte das Unternehmen günstiger zu stehen kommen als der Verlust einer Arbeitskraft. Gerade da auch der US-amerikanische Arbeitsmarkt immer härter umkämpft ist. Ob Amazon damit nach moralischen Werten handelt muss jeder für sich selbst entscheiden.

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