Nach dem Rücktritt des Bundessprechers Jörg Meuthen fordert ein Teil der AfD Basismitglieder die Wiederaufnahme von Andreas Kalbitz in die Partei. Meuthen war damals maßgeblich beteiligt, dass der brandenburgische Landesvorsitzende aus der Partei ausgeschlossen wurde.

Seit knapp zwei Jahren kämpft Andreas Kalbitz darum wieder in die Partei aufgenommen zu werden. Nach dem Rücktritt von Jörg Meuthen sehen vor allem ostdeutsche Basismitglieder eine Chance, dass der rechtsaußen Politiker wieder Anschluss in der Partei findet.

Kalbitz hatte bei den letzten Landtagswahlen in Brandenburg der Partei ein Rekordergebnis beschert. Aus der Partei ausgeschlossen wurde er, weil er angeblich Mitglied der mittlerweile verbotenen Organisation “Heimattreue Deutsche Jugend” gewesen ist. Kalbitz selbst bestreitet dies. Die verbotene Organisation steht auf der so genannten “Unvereinbarkeitsliste” der AfD. Jeder der einmal Mitglied in einer der aufgeführten Parteien bzw. Organisationen war, darf nicht Mitglied der AfD werden.

Sollten Mitgliedschaften verschwiegen und später aufgedeckt werden droht der Parteiausschluss auch nachträglich. So geschehen bei Andreas Kalbitz. Durch einen Vorstandsbeschluss verlor er damals seine Mitgliedschaft, das Bundesschiedsgericht bestätigte die Entscheidung. Jörg Meuthen war damals einer der Wortführer, trotz Kritik aus den eigenen Reihen.

Man darf gespannt sein, wie sich dieser Umstand weiter entwickelt. Sollte Kalbitz wieder in die Partei aufgenommen werden wäre dies ein eindeutiger Richtungswechsel und Beleg dafür, dass der patriotische Flügel der Partei in Zukunft die politische Richtung vorgibt.

Ein Gedanke zu „AfD Basis möchte Andreas Kalbitz zurück“
  1. Hm. Was hat Heimattreue Deutsche Jugend mit echtem Patriotismus zu tun ? War doch eher eine 1930er Jahre Nachfolgeorganisation.
    Belegt ist, dass Kalbitz Veranstaltungen dieser als verfassungswidrig verbotenen Vereinigung besucht hat.
    Belegt ist auch, dass er Leute von dort als Landtagsmitarbeiter bei der Fraktion eingestellt hat.
    Wer dringend den Schwarzen und Braunen aus den 1930er Jahren nachfolgen will, der soll doch gerne zur NPD gehen.
    Echten Patrioten muss doch klar sein, was die Bilanz ist.
    Millionen von Toten.
    Ein zerstörtes Land.
    Ein Drittel der Reichsfläche verloren.
    Das Werk von 30 Generationen zerstört.
    Solchen Leuten nachzufolgen ist kein “Patriotismus”, sondern historische Ignoranz.

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