Der deutsche Arbeitsmarkt hat extremen Bedarf an Fachkräften. Dieser Bedarf zieht sich über sämtliche Berufsfelder. Gerade in Bereichen wie Gesundheit, Pflege, Logistik aber auch in Bauberufen wie Maurer und Zimmermann herrscht ein extremer Mangel an gut ausgebildeten Arbeitskräften.

Detlef Scheele, Vorstandvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, stellt daher die Rechnung auf, dass Deutschland 400.000 Zuwanderer pro Jahr benötigt um diesen Bedarf zu decken. Diese Zuwanderung bezieht sich rein auf Arbeitskräfte. Armutsmigranten und Asylbewerber sind in dieser bereits enormen Zahl noch nicht einmal enthalten.

Es soll also jedes Jahr eine Großstadt nach Deutschland importiert werden. Auf der anderen Seite verlassen gut ausgebildete Fachkräfte das eigene Land und nehmen Jobs im Ausland an.

Dabei sind die Probleme seit Jahren bekannt. Und das Migration in den Arbeitsmarkt kein Allheilmittel ist, das sieht man am Beispiel LKW Fahrer. Seit Jahren setzen Speditionen auf Fahrer aus Osteuropa oder vergeben die Aufträge gleich an Subunternehmen. Diese wickeln die Aufträge dann für einen Spottpreis ab. Was sich daraus entwickelt sind deutsche Speditionen die auf der Strecke bleiben, da sie dem Preisdruck nicht standhalten können. Daraus resultieren dann wieder mehr Arbeitslose und Lohndumping. Auf der anderen Seite bleiben völlig unterbezahlte, oft schlecht ausgebildete dafür völlig übermüdete LKW Fahrer aus Osteuropa. Beide Seite stehen als Verlierer da.

Der Begriff “Fachkräftemangel” schwirrt bereits seit Jahren durch die deutsche Politik und Wirtschaft. Aber anstatt eine gesunde Familienpolitik zu betreiben, die dazu führen würde eigenen Nachwuchs zu fördern und zu den Fachkräften von morgen auszubilden, setzt man lieber auf importierte ausländische Fachkräfte.

Wie die Integration dieser dann abläuft bleibt in den meisten Fällen den Betrieben überlassen. Von fehlendem Know-How über entsprechende Sprachbarrieren gibt es viele Dinge die eine Integration in den deutschen Arbeitsmarkt scheitern lassen.

Doch so lange die deutsche Wirtschaft Jahr für Jahr weiter gut dasteht ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich niemand von den Verantwortlichen über eine perspektivische und langfristige Lösung Gedanken macht.

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