Obwohl die STIKO davon ausgeht, dass bislang zwischen 70 bis nahezu 100 Prozent der Kinder bereits mit dem Corona Virus in Kontakt gekommen sind, also bereits durch das Virus selbst immunisiert wurden, empfiehlt sie nun in ihrer 20. Aktualisierung eine einfache Impfdosis für alle 5-11 jährigen Kinder. Bislang gab es lediglich eine Empfehlung für Kinder, die einer Risiko-Gruppe angehören.

Im Hinblick auf den Herbst, bei dem neue Infektionswellen drohen könnten, sollen nun also auch die restlichen 78 % der Kinder in dieser Altersgruppe eine Basisimmunisierung erhalten. Bislang sind rund 22 % mit gegen Corona geimpft worden. Kinder mit Vorerkrankungen sollen, so rät die STIKO, zwei Impfdosen plus Booster erhalten. Kinder, die in Kontakt mit Risikopersonen kommen, sollen zweifach geimpft werden.

Diese Empfehlung kommt einerseits überraschend, andererseits war sie für einige fast vorhersehbar. Trotz stetig neuer Informationen über die nur kurzfristige Immunität durch den Impfstoff oder die Fehleinschätzung über den Fremdschutz, erreichen die Bevölkerung stetig neue Empfehlungen über mehrfache Booster, Kinderimpfungen oder mögliche neue Corona-Wellen.

So wissen wir von der US-Seuchenbehörde CDC, dass auch Geimpfte sich infizieren und das Virus weitergeben können. Auch ist bekannt, dass die Impfung lediglich zur eigene Immunität, nicht aber der Herrenimmunisierung dient.

In Anbetracht dessen ist es nicht verwunderlich, dass diese Empfehlung für einige Bürger wie an den Haaren herbei gezogen scheint. Auch wenn es jedem selbst überlassen ist, ob er sich oder seine Kinder mit dem Impfstoff impfen möchte, so sollte man dennoch die weiteren Vorgänge im Auge behalten: denn seit zwei Jahren gilt – erst die Freiwilligkeit, dann die Pflicht.

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