Es gibt Tage in der Geschichte unseres Volkes, die in der heutigen Zeit kaum noch Beachtung finden. Der 17. Juni 1953 ist genau ein solcher Tag. Überall in der DDR fanden sich tausende Menschen zusammen um gegen Unrecht, Tyrannei und Willkür zu demonstrieren. Viele von ihnen gerieten in Konflikte mit der DDR Volkspolizei. Erst der Einsatz von sowjetischen Panzern schlug den Aufstand nieder, auch wenn vereinzelt noch Streiks bis in den Juli 1953 stattfanden.

Vorangegangen waren den Protesten die Beschlüsse der SED Parteikonferenz. Hier wurden so genannte „Normerhöhungen“ beschlossen, die einer Lohnkürzung bei den Arbeitern von knapp zehn Prozent gleichkamen. Erwirtschaftete Gewinne kamen nicht dem deutschen Volk in der DDR zugute sondern wurden durch die roten Besatzer in Moskau eingezogen. Der Satellitenstaat DDR bekam davon nichts ab, das Volk schon gar nicht.

Daraufhin folgten Demonstrationen unter der Forderung nach Abschaffung der neuen Normen, für freie Wahlen und die nationale Einheit Deutschlands. Gestoppt werden konnten diese nur durch Gewalt und Festnahmen, Verletzte und Todesopfer waren eine der Folgen. 1600 Deutsche wurden damals, im Zusammenhang mit den Aufständen, verurteilt. Ein Eingreifen von Seiten der BRD gab es nicht, von Seiten der übrigen Besatzermächte ebenfalls nicht. Keiner von ihnen hatte schließlich den Wunsch, dass Deutschland wieder vereinigt wird.

Nach heutiger Staatsdoktrin ist der 17. Juni 1953 so gut wie vergessen worden. Auch die heutigen Herrschenden möchten keinen Bürger der aufsteht und seinen Unmut äußert und gegen fragwürdige Entscheidungen aus der Politik demonstriert. Wer anders handelt lernt die Repressionsorgane kennen, die die damalige Stasi schon längst in den Schatten stellen.

Dieser 17. Juni sollte uns allen Erbe, Symbol und Antrieb sein. Es ist ein Tag an dem das deutsche Volk sich gegen die Besatzer und ihre Stellvertreter auf deutschen Boden erhob um das Unrecht zu beenden. Heute stehen wir in der BRD vor ähnlichen Problemen und die Herrschenden haben sich längst von „ihrem“ Volk entfernt.

Bücher werden verboten, Lieder dürfen nicht gesungen werden, es gibt jährlich knapp 16.000 Meinungsdelikte die vor den Gerichten landen. Wer von der Meinung der etablierten Politik abweicht bekommt Probleme in sämtlichen Lebenslagen.

Die Demokraten in den Parlamenten brechen täglich ihren Eid den sie geschworen haben, in dem es heißt, dass sie unser Volk schützen und Schaden von ihm abwenden wollen. Dabei sind wir näher denn je an Zuständen, die an den Juni 1953 erinnern.

75 Tote gab es bei diesen Aufständen zu beklagen, ihnen sollte man sich jedes Jahr aufs Neue erinnern, als leuchtende Vorbilder für die Freiheit des deutschen Geistes und die Freiheit aller Deutschen.

Wenn es von staatlicher Seite heute nicht mehr gewürdigt wird, dann liegt umso mehr an uns selbst dieses Erbe und dieses Andenken aufrecht zu erhalten.

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